34 Jahre IT-Berater Volleyball Reisen Autos

Rainbow Mountains

Vinicunca oder Palccoyo

Wer Bilder von Peru im Kopf hat, denkt auch häufig an die Rainbow Mountains. Mittlerweile gibt es zwei verschiedene Touren zur Auswahl. Einmal der klassische Berg Vinicunca, für den auch wir uns entschieden haben, zum anderen Palccoyo, der häufig als Alternative genannt wird. Dort fehlt jedoch das Red Valley, sodass wir uns gegen die weniger touristische und einfacher zu erreichenden Alternative entschieden.

Wir haben unsere Tour bei Exploor Peru gebucht, da ich vorab über Instagram mit ihnen Kontakt aufgenommen hatte und sehr viele Informationen zur aktuellen Situation vor Ort bekommen habe. Reisen zu Coronazeiten ist leider nicht so einfach möglich gewesen! Zum Beispiel war es für uns leider nicht möglich durch Red Valley zu laufen. Wir haben gehört, dass auch das ein absolutes Highlight ist, aber wir haben uns mit dem Aussichtspunkt auf das Red Valley begnügen müssen.

Randbedingungen

Die Wanderung vom Parkplatz bis zum Aussichtspunkt dauert zwischen zwei bis drei Stunden, trainierte Wanderer schaffen es auch in 1,5h. Es ist möglich bis zum letzten steilen Anstieg ein Pferd für ungefähr 16€ pro Richtung zu nehmen. Die Wanderstrecke beträgt 6km. Zwischen Parkplatz und Aussichtspunkt gibt es eine Toilette, für die ein wenig Kleingeld notwendig ist. Als wir da waren, durften wir sie allerdings nicht benutzen, da noch kein Wasser vorhanden war.

Morgenstund hat…

Es war mein Geburtstag, um 3 Uhr klingelte der Wecker. Müde, aber aufgeregt packten wir unseren Rucksack und standen um 3:30 Uhr fertig angezogen vor der Tür. Wir waren dick angezogen, trugen u.a. unsere einen Tag vorher erworbenen Babyalpaka Wollmützen und waren somit gut gegen die frostigen Temperaturen gewappnet. Mit einem kleinen Frühstückspaket von unserer Unterkunft stiegen wir zu unserem deutschsprachigen Guide ins Auto und fuhren zunächst 1,5h bis zu einem Frühstücksrestaurant. Wir stellten fest, dass wir die einzigen Gäste waren und machten es uns auf den Ledersitzen bequem. Die Zeit bis zum Frühstück dösten wir vor uns hin und dank Heizung im Auto war uns auch muckelig warm.

Buffet für Zwei

Am Restaurant angekommen, zogen wir erst einmal wieder unsere dicken Jacken, Mütze und Schals an und wagten uns dann in die Kälte. Auch im Restaurant waren es nur ein paar Grad über Null. Aber mit heißem Tee (natürlich Koka Tee) und heißem Rührei, war die Kälte gut zu ertragen. Es gab ein Buffet mit vernünftiger Auswahl und wir langten trotz früher Uhrzeit ordentlich zu. Na, zumindest Gunnar konnte schon wieder gut essen. Ein Buffet für uns allein war schon etwas, da könnten wir uns dran gewöhnen 😀

Höher und höher

Nach dem Frühstück suchten wir in absoluter Dunkelheit, bewaffnet mit unseren Handytaschenlampen, die Toiletten des Restaurants auf (überraschend gut und sauber). Danach ging es zurück zum Auto und nach einem kurzen Moment auf der Hauptstraße, bogen wir auf eine Nebenstraße in den Bergen ab und die Fahrt nach oben begann. Etwa eine Stunde brauchten wir für die kurvenreiche Schotterpiste. Sie führte durch kleine Dörfer und beglückte uns immer wieder mit spektakulären Ausblicken. Wir sahen schroffe Felsen, rötliche Steilwände, einen Fluss unten im Tal und ganz viele Tiere – Pferde, Lamas, Alpakas, Hunde, … In einem Dorf mussten wir eine kleine Summe bezahlen, als Eintritt in das Gebiet der Einheimischen.

Parken auf 4.600m

Nach etwa einer Stunde erreichten wir dem Parkplatz und spürten direkt, wie dünn doch die Luft auf über 4.600m ist. Wir waren mit das erste Auto, was wirklich sehr schön ist, da etwa 1.000—2.000 Touristen pro Tag die Regenbogen Berge besuchen. Auf unserem Weg nach oben sahen wir viele Einheimische mit Pferden, bzw. Muli´s, die Straße hoch wandern, bereit wie jeden Tag die Touristen bis zum letzten Anstieg reiten zu lassen. Für ca. 16€ kann man sich den Großteil der 6km langen Wanderung hochtragen lassen. Und wir müssen berichten, das haben wirklich sehr viele Menschen wahrgenommen. Die Wanderung ist an sich gar nicht so anspruchsvoll, aber bei der Höhe bis zu 5.100m kann selbst dem sportlichsten Menschen die Luft wegbleiben.

Koka Bonbons, Koka Schokolade, Koka Blätter

Das legale Wundermittel gegen die Höhenkrankheit ist Koka. Hierbei handelt es sich aber um die harmlose, nicht sinnesverändernde Form der Pflanze. Wir aßen beim Aufstieg Koka Schokolade und Koka Bonbons. Ob wirklich Koka, oder nicht doch der Zucker geholfen hat, dass wir ohne Probleme den Berg erklommen haben, werden wir wohl nie herausfinden. Ein paar Mal sind wir allerdings auch stehen geblieben, um ein bisschen den Herzschlag zu beruhigen. Das ist sehr wichtig in der Höhe, da es dort oben keine medizinische Versorgung gibt und ein Herzinfarkt nicht rechtzeitig behandelt werden könnte.

Step by step

Der Weg nach oben war wirklich schön. Wir waren umgeben von roten Bergen und der gerade aufsteigenden Sonne. Er war meistens eher eben und flach mit einem leichten Anstieg. Der Boden war gut zu begehen. Ein bisschen herausfordernd war dann allerdings der sandige/kiesige Aufstieg. Hier war es auch nicht mehr möglich hochzureiten, der steile Zickzack Anstieg muss von jedem zu Fuß begannen werden. Ein paar Menschen sahen wir schon oben stehen und wir konnten es nun kaum erwarten auch endlich oben anzukommen. Mit langsamen, aber konstanten Schritten arbeiteten wir uns immer weiter nach oben und achteten darauf unser Herz nicht zu schnelle schlagen zu lassen.

Glücklich und Sprachlos

Und dann waren wir plötzlich oben! Auf zahlreichen Fotos haben wir den Vinicunca bereits gesehen, dann aber direkt vor ihm zu stehen und die einzigartigen Farben zu bewundern war wirklich beeindruckend. Wir waren vielleicht mit acht anderen Touristen dort oben und konnten Fotos machen und den unfassbaren Ausblick genießen. Die Farben des Vinicunca wirkten schon fast surreal. Unterstrichen wurde das Ganze von bestem Wetter. Der Himmel war makellos blau und die Sonne hüllte die Umgebung in ein wunderschönes Licht ein.

Fernblick

Wir machten zahlreiche Fotos nach etwa einer halben Stunde gingen wir noch ein wenig weiter und betrachteten den Gletscher Ausengate. Hier waren wir komplett alleine, die anderen Touren blieben nur beim Vinicunca. Es lohnt sich definitiv diesen 5min Abstecher zu machen und die Berge und Landschaften im Umkreis zu bewundern. Die Mischung aus allem macht diesen Ort einfach zu etwas besonderem.

Abstieg

Nach einer weiteren halben Stunde etwa und zig weiteren Fotos, riet uns unser Guide, dass wir langsam absteigen sollten, um der Höhe nicht zu lange ausgesetzt zu sein. Da wir neben dem Fotografieren uns auch ausreichend Zeit genommen haben, in dem wir die Landschaft einfach nur bewundert haben, stimmten wir zu und liefen zurück durch das wüstenartige Tal. Nach etwa 1,5h erreichten wir den Parkplatz und begannen mit der kurvenreichen, aber spektakulären Abfahrt nach unten. Runter benötigten wir etwas weniger Zeit, als rauf, sodass wir etwa 50min später beim Restaurant vom Frühstück ankamen. 

Und dann war es auch schon vorbei

Im Restaurant bekamen wir unser Mittagessen, was wir bereits beim Frühstück ausgewählt hatten. Es gab sogar eine Vorsuppe und insgesamt war das Essen sehr gut. Es sah aus wie ein typisch peruanisches Restaurant und keine Touristenabsteige, in die man häufiger bei solchen Touren gebracht wird. Im Garten sprangen zwei Welpen rum, mit denen wir kurz spielten und dann etwa 2h bis nach Cusco zurück fuhren. Wir verabschiedeten uns von unserem Fahrer und Guide und legten uns erst einmal eine halbe Stunde schlafen. Dieser Ausflug war wirklich ein absolutes Highlight!

Warum ist der Berg eigentlich bunt?

Der Berg befindet sich in einem vulkanischen Gebiet, in dem zwei tektonische Platten aufeinander treffen. Solche Gegenden weisen häufig einen hohen Anteil an Mineralien auf. Das Rot entsteht durch Eisenoxid, orange und gelb durch Eisensulfid. Chlorit färbt den Boden blau und die Grüntöne entstehen durch die Vermischung der gelben und blauen Schichten.

Fun Fact

Bis 2017 waren die Rainbow Mountains kaum bekannt, doch durch ein Foto auf Instagram wurde ein ganz großer Boom ausgelöst.

Kosten 

Tour: 66 €/Person

Eintritt Nationalpark: 6 €/Person

Fazit

Wir sahen Wüstenlandschaften, Regenbogenberge, rote Täler, grüne Gebiete, schneebedeckte Gletscherspitzen und zahlreiche Lama und Alpakaherden. Alles an einem Ort. Wir zahlten vielleicht mehr als bei anderen Touranbietern, doch alleine schon mit als Erstes dort oben zu sein und die unfassbar faszinierende Landschaft für uns alleine zu haben, war jeden Euro wert. Wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter, daher sah es bei uns besonders spektakulär aus. Unser Guide verriet uns, dass sie bisher noch nie so gute Verhältnisse dort oben gehabt hatte. Das Wetter hat mir also ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk gemacht. Wir haben gehört, dass es dort oben auch gerne einmal schneit.

Etappe 24 des Alpe Adria Trails

Es war mein Geburtstag, Kaiserwetter wurde vorhergesagt und ich durfte mir aussuchen, womit ich gerne den Tag verbringen wollte. Die Entscheidung fiel mir sehr einfach! Ich wollte unbedingt die 24. Etappe des Alpe Adria Trails wandern, so viele schöne Fotos und Videos hatte ich bei anderen Reisebloggern und auf Instagram darüber gesehen!

Transfer? Kein Problem

Wir packten nach vier Tagen unsere Sachen in unserer Unterkunft in Bled, verabschiedeten uns herzlich von der Gastfamilie und fuhren am frühen Morgen los Richtung Trenta. Wir hatten mit unserer Unterkunft in Bovec (Ziel der Etappe) vereinbart, dass sie uns die halbe Stunde zurück zu unserem Auto fahren werden, sodass wir uns nicht mehr darum kümmern brauchten, wie wir wieder zum Startpunkt zu unserem Auto zurückkommen könnten.

Die Fahrt nach Trenta war richtig schön und spektakulär. Zunächst hielten wir an einer lokalen Bäckerei und Gunnar kaufte uns zur Feier des Tages leckere Crossaints. Zweiter halt war der Lidl, bei dem wir uns ebenfalls mit Leckereien und Trinken eindeckten.

Dann ging es aber wirklich los und das Navi führte uns über den Gebirgspass „Vršič-Pass“ im Triglav Nationalpark. Wir staunten über die zahlreichen Radfahrer und Wanderer und bemerkten wie von Meter zu Meter unsere Wanderlust weiter stieg und wir am liebsten direkt losgewandert wären.

Nach etwa 1,5 Stunden und 64km sind wir dann endlich in Trenta angekommen, parkten unser Auto und um 9:30 Uhr ging es los auf die Wanderung ins 24km entfernte Bovec! Offiziell soll die Strecke nur 21km lang sein, doch soweit wir wissen, sind wir immer richtig gelaufen und hatten dann trotzdem 24km zurückgelegt.

Die Traumwanderung beginnt

Am Parkplatz vor dem Besucherzentrum Dom Trenta stellten wir unser Auto ab, zogen unsere Wanderkleidung an und packten alles aus den Rucksäcken aus, was wir für die Wanderung nicht benötigen würden. Vom Parkplatz aus folgten wir zunächst der Beschilderung ein kleines Stück über eine Wiese Richtung Fluss und schon befanden wir uns in einer ganz anderen Welt.

Wow, ist das schön hier!

Die Farbe des Flusses ist einfach unheimlich spektakulär! Das Blau, ein ganz besonderes! Und das Tolle ist, wir sind den ganzen Tag mehr oder weniger den Fluss entlang gewandert!

Gute Schuhe sind immer wichtig

Mal ging es über Schotterpfade, mal über grüne Wiesen oder sogar mitten durch den Wald. Doch eigentlich war man immer im Augenkontakt mit dem Fluss. Wichtig zu wissen ist, dass man in den bewaldeten Abschnitten regelmäßig über größere Wurzelwerke geht. Vor allem morgens, aber auch bei Regen, können diese unheimlich glatt und rutschig werden, deshalb empfehlen wir jedem unbedingt feste Schuhe für die Wanderung anzuziehen.

Immer wieder gönnten wir uns den Tag über Pausen und bestaunten die unterschiedlichsten Farben des Flusses. Gerne zogen wir auch mal unsere Wanderschuhe aus und gönnten unseren Füßen ein wenig Erholung im eiskalten Wasser der Soca.

Langweilig kann jeder

Eine Besonderheit dieser Wanderung sind die zahlreichen Brücken und Hängebrücken. Die Aussicht von dort ist immer fantastisch, doch für Personen mit Höhenangst, stellen die Brücken mit Sicherheit eine kleine Herausforderung dar. Wir lieben solche Hängebrücken jedoch, hatten wir doch im Herbst 2019 in Nepal bereits sehr intensive Erfahrungen mit diesen gemacht. Schon relativ am Anfang der Wanderung stößt man auf eine dieser Brücken.

Am frühen Mittag spürten wir, wie langsam der erste Hunger aufkam. Nach einer kurzen Passage entlang der Straße, trafen wir auf das Camp Korita. Die Küche öffnete erst um 12:30 Uhr, so setzten wir uns für eine halbe Stunde in den Schatten, genossen ein kaltes Getränk und lasen eine Runde in unseren Büchern. Pünktlich um 12:30 Uhr durften wir uns ein Essen aussuchen und wir bestellten etwas typisch Einheimisches (siehe Fotos). Das war die vegetarische Variante und diese Teigrollen schmeckten uns sehr gut. Unangenehm waren leider die Wespen, die von Minute zu Minute immer mehr wurden. Durch Abdecken der Getränke war es aber aushaltbar.

Die kleine Soča-Schlucht

Nach dem Essen schulterten wir wieder unsere Rucksäcke und marschierten gestärkt und voller Motivation weiter. Wir liefen zuerst durch die sogenannte kleine Soča-Schlucht und freuten uns wirklich hier zu sein und diese traumhaft schöne Wanderung zu machen!

Die große Soča Schlucht

Ein absolutes Highlight auf der Wanderung war die große Soča Schlucht. Die Schlucht ist nur wenige Meter breit und der Fluss schlängelt sich in atemberaubender Schönheit hindurch. An manchen Stellen ist die Schlucht etwa 15 Meter tief. Für die knapp 750 Meter haben wir eine lange Zeit benötigt, da wir einfach immer wieder Fotos machen mussten oder auch mal nur den Ausblick genießen wollten. Wir sahen Touristen, die mit ihrem Auto so nah wie möglich zur Schlucht gefahren sind, ein paar Fotos machten und dann weiterfuhren. Ob sie wirklich die Schönheit der Soča wahrnehmen konnten?

Nach der Schlucht wird der Fluss wieder breiter und wir konnten die Einheimischen beobachten, wie sie immer wieder in das Wasser sprangen. Hier befand sich übrigens die Mündung der Flüsse Lepenjica und Soča. Ein paar Minuten beobachteten wir das Treiben, entschieden uns dann aber weiter zu wandern. Wir wollten uns für unsere Pause einen Ort aussuchen, an dem nicht ganz so viel los war. So wanderten wir an dem regen Treiben vorbei, überquerten eine alte Brücke und waren wieder ganz unter uns.

Die Fotos waren alle so toll, dass wir hier 9 Fotos als Galerie eingebaut haben. Es gibt aber noch so viele mehr.

Soca Schlucht 1

Bild 1 von 9

Nach der Schlucht wird der Fluss wieder breiter und wir konnten die Einheimischen beobachten, wie sie immer wieder in das Wasser sprangen. Wir wollten uns für unsere Pause aber einen Ort aussuchen, an dem nicht ganz so viel los war. So wanderten wir an dem regen Treiben vorbei, überquerten eine alte Brücke und waren wieder ganz unter uns.

Der einsame Baum

Als Fotospot empfohlen wurde uns der sogenannte einsame Baum. Dieser Baum steht, wie der Name sagt, ganz allein auf einem Felsen. Das sieht schon wirklich faszinierend aus, doch das Verlangen nach einer Pause war groß, sodass wir nur ein paar Fotos machten und uns dann weiter auf die Suche nach einem geeigneten, ruhigen Ort zur Rast machten. Wer den Baum finden möchte, muss auf jeden Fall immer nach rechts zum Wasser schauen, sonst läuft man recht schnell dran vorbei!

Im August bei bestem Wetter, war es ein schwieriges Unterfangen ein einsames Plätzchen zu finden, sodass wir uns irgendwann in einer kleinen „Bucht“ niederließen, in der auch ein paar Einheimische saßen und lagen. Wir zogen unsere Schuhe aus, weil wir unsere Füße im Wasser abkühlen wollten, doch das Wasser war so unfassbar kalt, dass wir es kaum aushalten konnten. Also einmal nur kurz reingetippt und dann ging es zurück auf die Decke und wir genossen unsere Snacks, lasen ein wenig und dösten ein paar Minuten.

Die Kršovec Schlucht

Nach der kleinen Rast packten wir alles zusammen und auf ging es zum letzten großen Highlight – die Kršovec Schlucht. Diese Schlucht ist genauso interessant und spannend, wie die Schlucht zuvor und wir machten wirklich hunderte von Fotos und setzten uns immer wieder kurz, um die Aussicht zu genießen. Auch kletterten wir auf kleinen Pfaden um möglichst viel sehen zu können. Wieder liefen wir an Einheimischen vorbei, die mit ihren Familien diesen wunderschönen Tag am Fluss genossen, etwas was uns sehr positiv aufgefallen ist.

Gibt es hier denn kein Taxi?

Wir merkten nun aber langsam, dass wir müde wurden, die Wanderung war durch die kleinen Anstiege zwischendurch doch schon ab und zu ganz gut anstrengend. Wir wanderten weiter, unterhielten uns, schwiegen wieder, erzählten uns von unseren Essenswünschen und schwiegen wieder. Dann sahen wir endlich Häuser und wir dachten, wir wären da. Aber nein, wir waren erst im Camp Toni angekommen. Von dort waren es noch etwa 45-60min bis nach Bovec.

Gunnars Laune war nicht mehr so gut, er fühlte sich schwach, hatte Hunger und Durst auf was anderes als Wasser. Deshalb machten wir einen kurzen Halt, aßen Pommes und tanken Cola und versuchten dann ein Taxi aufzutreiben. Gab es aber nicht. Auch der Versuch per Anhalter mitzufahren hat leider nicht funktioniert. Also hieß es Zähne zusammen beißen und Marsch. Wir hatten gelesen, dass der Anstieg steil sein sollte, deshalb waren wir überhaupt so demotiviert, doch es stellte sich heraus, dass der letzte Teil nach Bovec doch recht einfach zu laufen war.

Überglücklich kamen wir in unserem Hotel für diese Nacht an, ich konnte direkt duschen gehen und Gunnar fuhr mit dem Besitzer unser Auto abholen. Danach durfte auch er seine wohlverdiente Dusche genießen und wir ließen den Abend in einer tollen Pizzeria ausklingen.

Fazit

Die Wanderung war ein absoluter Traum und gehört zu den Schönsten, die wir je in unserem Leben gemacht haben! Klare Weiterempfehlung von unserer Seite. Die Navigation über die Beschilderung hat gut funktioniert und die Einkehrmöglichkeiten waren ausreichend. Abgesehen von den Fotospots und den schönsten Badestellen war, wirklich wenig los für Hauptsaison, allerdings dürfen wir nicht vergessen, dass wir während der Corona Pandemie dort waren.

Wer dort wandert, sollte sich auf jeden Fall einen ganzen Tag Zeit und mindestens eine Kamera mitnehmen! Flipflops für kurze Ausflüge ins Wasser waren auch sehr praktisch. Und genug zu trinken sollte man sich ja immer einpacken!